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Gelungener Saisonstart für TSF-Schachmannschaften

Einen Auftakt nach Maß in die neue Spielrunde durften am Wochenende die beiden Welzheimer Schachmannschaften feiern.

Dabei erwartete die erste Besetzung mit dem SC Grunbach III eine Mannschaft, die vorab zu den spielstärksten in der Bezirksliga gezählt werden durfte und gegen die es in der vergangenen Saison eine deutliche Niederlage gegeben hatte.

Der Auftakt verlief denkbar ungünstig, denn Welzheim geriet durch Niederlagen von Eberhard Fink, Michael Wohlfahrt und Björn Lang mit 0:3 in Rückstand. Alles schien auf einen ähnlichen, vielleicht sogar noch bedenklicheren Spielverlauf als im Vorjahr hinzudeuten.

Doch ganz nach dem Motto: „Du hast keine Chance, aber nutze sie…“ gaben sich die noch spielenden Welzheimer nicht vorab resigniert geschlagen. Und tatsächlich schafften sie, was in der mittlerweile 75-jährigen Vereinsgeschichte nicht allzu oft vorgekommen sein dürfte: Nach über fünf Stunden Spielzeit, nach wahrlich nervenaufreibenden Spielverläufen sowohl für die eigentlichen Akteure am Brett als auch für die „Kiebitze“, die die Partien von außen verfolgten, fand eine schier unglaubliche Aufholjagd ein für Welzheim glückliches Ende.

Zunächst sorgte Timon Nonner in seiner Partie für einen „Ehrenpunkt“, als es ihm trotz einer Figur weniger gelang, einen Freibauern zu verwandeln und zu gewinnen. Heiko Bubeck verfügte zwar über einen Mehrbauern, doch die ungleichfarbigen Läufer hinderten ihn daran, diesen Vorteil zu verwerten, so dass die Partie remis endete. Frederik Göhring ließ auf Welzheimer Seite Hoffnung aufkeimen, als sich ihm in einem vermeintlich ausgeglichenen Endspiel die einmalige Chance bot, seinen Gegner matt zu setzen - und diese Gelegenheit ließ er sich nicht entgehen. Einem mutmaßlich kaum weniger aufregenden Spielverlauf sah sich Emil Schäfer ausgesetzt. Die zuvor schon „vogelwild“ verlaufene Partie fand ihren Höhepunkt in einem Figurenopfer seines Kontrahenten. Schäfer verteidigte sich zäh und ausdauernd, sein Gegner geriet dadurch immer mehr in Zeitnot, überschritt das Limit und verlor die Partie. Damit glich Welzheim aus.

In der letzten offenen Partie war Daniel Seibold bei zwei Bauern weniger in eine wenig erfreuliche Situation geraten – doch dank eines Freibauern, mit dem er seinerseits Druck entfalten konnte, erreichte er tatsächlich durch Zugwiederholung ein Unentschieden. Der 4:4-Endstand bedeutet für die TSF Welzheim I einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt, der auch in dieser Spielzeit im Vordergrund stehen dürfte.

Als Aufsteiger in die Kreisklasse steht auch für die zweite Mannschaft das Saisonziel „Klassenerhalt“ ganz oben auf der Agenda. Die Begegnung gegen den im Vorfeld als in etwa gleich stark eingeschätzten SC Leinzell II verlief für die TSF jedoch weitaus entspannter. Welzheim dominierte das Geschehen und gewann überraschend deutlich mit 4:2-Punkten. Für die Punkte sorgten mit ihren Siegen Erhard Kuhn, Manfred Weller und Georg Joos, der bereits in der letzten Spielzeit seine sämtlichen Einsätze für sich entschieden hatte und so zum „Top-Scorer“ in der A-Klasse aufgestiegen war. Remis spielten Clemens Kuhn und, bei seinem ersten Einsatz für Welzheim, Josh Schäfer.