Zum Inhalt

Unentschieden und Niederlage für TSF-Schachmannschaften

In der drittletzten Verbandsspielrunde 2022/23 der Bezirksliga empfingen die TSF Welzheim I die SF Königsbronn I.

Während die Gäste dringend Punkte benötigten, um von den hinteren Tabellenrängen wegzukommen, hofften die TSF darauf, zumindest den einen Punkt erringen zu können, der ihnen endgültig und vorzeitig den Klassenerhalt gesichert hätte.

Nach zwei Unentschieden zum Auftakt durch Björn Lang und Wolfgang Göhringer ging Welzheim erstmals in Führung. Michael Wohlfahrt setzte seinen Gegner zwar von Beginn an unter Druck, doch als dieser mit einem Qualitätsopfer einen Mattangriff einleitete, spitzte sich die Lage gefährlich zu. Mit viel Geschick Wohlfahrt wehrte den Angriff schließlich ab und verwertete seinen Vorteil zum Sieg.

Doch Königsbronn glich postwendend wieder aus - Heiko Bubeck musste seine Partie aufgeben – und ging wenig später selbst in Führung, als Frederik Göhring in einem schwierigen Bauernendspiel den Kürzeren zog. Nach einem weiteren Unentschieden durch Daniel Seibold keimte auf Welzheimer Seite neue Hoffnung: Eberhard Fink hatte mit einer ehrgeizigen wie mutigen Eröffnungsvariante seinen Gegner in ein theoretisch wenig erschlossenes Gebiet gelockt. Diese Wahl brachte Fink zwar einen Bauerngewinn ein, zugleich aber auch eine gefährdete Königsstellung, die sein Gegner druckvoll zu attackieren suchte. - Fast mit Erfolg, doch in großer Zeitnot unterlief ihm ein Fehler, den Fink souverän zum Partiegewinn ausnutzte.

Die Entscheidung über den Ausgang der Gesamtbegegnung musste in der letzten noch laufenden Partie fallen. Anfangs setzte hier Emil Schäfer die gegnerische Königsstellung unter Druck, ohne jedoch daraus einen größeren Vorteil ziehen zu können. Im Gegenteil, in dem überaus unübersichtlichen Handgemenge gewann sein Gegner zunächst einen Turm für einen eigenen Springer – und

schließlich trotz Schäfers zäher Gegenwehr die Partie.

Welzheim unterlag damit denkbar knapp mit 3,5:4,5, wodurch der Klassenerhalt weiterhin nicht gesichert ist.

Dagegen konnten in der A-Klasse die TSF Welzheim II gegen die SG Schwäbisch Gmünd VII ein hart erkämpftes 3:3-Unentschieden verbuchen. Misst man dieses Resultat jedoch an dem zum Saisonstart ausgegebenen Ziel „Aufstieg“, so blieb die Mannschaft einmal mehr hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Andererseits durfte sie sich angesichts des Spielverlaufs mit diesem Teilerfolg zugleich glücklich schätzen.

Denn zunächst schien sich ein Desaster gegen das ausschließlich mit einer jungen Nachwuchsspielerin und fünf -spielern besetzte gegnerische Team anzubahnen: Nacheinander mussten Manfred Weller, Erhard Kuhn und Hans Latzel ihre Partien aufgeben. Welzheim lag mit 0:3 zurück und schien bereits so gut wie geschlagen.

Was auch immer den kaum mehr für möglich gehaltenen Umschwung bewirkt haben mag - die drei noch verbliebenen TSF-Spieler wehrten sich jedenfalls mit aller ihnen zur Verfügung stehender Macht gegen das drohende Unheil: Zunächst glich Ekkehard Dietz einen frühzeitigen Figurenverlust wieder aus. Anschließend setzte er seinen Gegner permanent unter Druck, bis dieser eine Springergabel übersah, mit der Dietz seinen Erfolg sicherte. Clemens Kuhn gewann zunächst zwei Bauern und baute diesen Vorteil im weiteren Partieverlauf bis zum Matt entscheidend aus. Schließlich war es Georg Joos vorbehalten, mit seinem solide erspielten vierten Sieg in der vierten Partie den 3:3-Endstand sicher zu stellen.