Trotz Niederlage gewonnen
In der vorletzten Runde trafen in der Bezirksliga die bis dahin punktgleichen TSF Welzheim I und die SF Waldstetten I aufeinander. Für die Tabellennachbarn ging es darum, mit einem Sieg endgültig den Kreis der noch abstiegsgefährdeten Mannschaften zu verlassen.
Dabei startete Welzheim mit einem Handicap: Kurzfristig hatte sich ein Spieler krank gemeldet, ein Ersatz stand nicht zur Verfügung, so dass die TSF kampflos einen Punkt abgeben mussten. Nach einem Remis durch Heiko Bubeck gelang Daniel Seibold in einer wilden, von gegenseitigen Angriffen bestimmten Partie der Ausgleich, indem er den gegnerischen König matt setzte – einen Zug, bevor sein eigener König dasselbe Schicksal hätte erleiden können.
Doch Waldstetten zog erneut davon. Michael Wohlfahrt unterschätzte die Gefährlichkeit eines gegnerischen Angriffs; Björn Lang geriet in eine Fesselung und büßte eine Figur ein. Hoffnung keimte auf, als es am Spitzenbrett Eberhard Fink gelang, eine seiner Leichtfiguren gegen einen gegnerischen Turm zu tauschen. Diesen „Qualitätsvorsprung“ nutzte er für ein druckvolles Angriffsspiel, dem sein Gegner schließlich nichts mehr entgegen zu setzen vermochte.
Wiederum blieben die SF Waldstetten keine Antwort schuldig. Während Emil Schäfer frühzeitig einen Bauern verlor, gewann im Gegensatz dazu Wolfgang Göhringer einen Bauern und hoffte, im weiteren Verlauf diesen Vorteil ausbauen zu können. Doch die Anstrengungen beider Spieler blieben letztlich vergeblich. Trotz zäher Gegenwehr musste Schäfer ebenso aufgegeben wie Göhringer, der es in der entscheidenden Partiephase versäumte, aktiver zu spielen und schließlich in entscheidenden Nachteil geriet.
Die TSF Welzheim unterlagen mit 2,5:5,5. Trotzdem dürfen sie sich freuen: In einem anderen, zeitgleich ausgetragenen Duell um den Klassenerhalt blieb ein Konkurrent ebenfalls ohne Punktgewinn – mit der Folge, dass Welzheim in der letzten Spielrunde nicht mehr eingeholt werden kann und damit auch in der nächsten Saison in der Bezirksliga spielen wird.