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Gelungener Großkampftag der Schachspieler

Sportlich hoch her ging es am vergangenen Samstag in Welzheim. Nicht nur, dass hunderte von LimesLäufern in bunter Rennkleidung ihre Strecken absolvierten. Ein buntes Treiben herrschte, wenngleich, was die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer anging, in einem vergleichsweise bescheidenen Rahmen, auch in der Eugen-Holy-Halle und der Christian-Bauer-Mensa. Immerhin rund 70 Schachspielerinnen und Schachspieler im Alter von sechs bis über siebzig Jahren waren aus der Region angereist, um gemeinsam mit den Welzheimer Lokalmatadoren ihrer Leidenschaft zu frönen.

Mit Unterstützung des Württembergischen Schachverbandes hatte die Schachabteilung der TSF Welzheim die Ausrichtung und Organisation von drei zeitgleich ablaufenden Turnieren übernommen. Für eine vergleichsweise kleine TSF Abteilung bedeutete dies einen organisatorischen Kraftakt der besonderen Art. Einigermaßen gebannt blickte deshalb das verantwortliche Organisationskomitee um Abteilungschef Eberhard Fink und Jugendleiter Peter Eggert und die zahlreichen Helfer und Helfershelfer aus der Abteilung auf den Beginn der Veranstaltung.

Die Turnierserie entwickelte sich vor rund 10 Jahren aus der ebenso einfachen wie verblüffenden Idee, die sich in einem Satz zusammenfassen lässt: „Kinder brauchen Kinder, in ihrem Alter und auf ihrem Niveau.“

So startete 2010 das Württembergische Jugend-Pokalturnier (WJPT), bei dem Kinder und Jugendliche, die bereits über einige Turniererfahrung verfügen, in den Altersklassen U8, U10 und U12 aufeinandertreffen.

Was für die jüngere Spielergeneration gilt, kann bei der älteren nicht grundsätzlich sein. So wurde wenig später die Württembergische Amateurmeisterschaft (WAM) ins Leben gerufen. Hier werden jeweils vier Spieler mit möglichst vergleichbar hoher Wertungszahl in einer Gruppe zusammengefasst, um ein Rundenturnier (drei Partien) nach dem Modus „jeder gegen jeden“ auszutragen. Schließlich bietet das SchulschachGrandprix-Turnier (SSGT) SchachEinsteigern und Turnierneulingen, in Welzheim eingeteilt in die Klassenstufen 1/2 und 3-7, die Gelegenheit, sich mit gleichaltrigen zu messen und erste Erfahrungen zu sammeln – und dabei vor allem, wie die Spielerinnen und Spieler in allen anderen Leistungs- und Altersklassen, eines zu haben: Spaß!

Und den, soviel darf aus zahlreichen positiven Rückmeldungen und Äußerungen aus Teilnehmerkreisen an die Organisatoren geschlossen werden, hatten nicht nur die Jüngsten. Vergleichsweise gemächlich absolvierten die acht Vierergruppen der WAM ihr Pensum. Hier standen für jeden Spieler und Partie eineinhalb Stunden Bedenkzeit zur Verfügung und diese wurde zuweilen bis fast zur Neige ausgekostet, so dass einige Spieler mit ihrer Spielzeit in die Nähe eines Vollzeitjobs kamen.

Am Ende eines langen Tages - erst gegen 19 Uhr war die letzte Partie beendet -, als der letzte Pokal seinen Besitzer gefunden hatte und die letzte Medaille um den Hals eines stolzen Siegers hing, Tische und Stühle wieder in ihre Ausgangstellung und die Spielmaterialien verstaut worden waren, blieb den Turnierverantwortlichen und ihren Helfern noch die Zeit für ein kurzes Resümee: Der Einsatz, so die einhellige Meinung, habe sich gelohnt. Ein Teilnehmer, so wurde berichtet, drückte es kurz und knapp so aus: „Tolles Turnier. Danke.“

Eine Neuauflage im kommenden Jahr wurde bereits ins Auge gefasst.

Text: Wolfgang Göhringer